NITROCKER Series x ODES

Zur zweiten Ausgabe unserer Nitrocker Series haben wir ODES interviewt und ihm ein paar exklusive Fotos entlocken können! Den meisten Writern sollte ODES ein Begriff sein. Der Kölner zieht seit vielen Jahren durch die ganze Welt und macht die Züge und Metros ein Stück bunter. Aber genug von uns, lassen wir den Eisenbahnfreund und seine Fotos für sich sprechen.
Viel Spaß mit dem Interview und der Fotostrecke!


Stell dich doch mal vor, wer bist du und wo kommst du her?
Ich male ODES und komme aus Köln.

Seit wann malst du und was ist dein bevorzugtes Medium im Graffiti?
Angefangen habe ich 1998 mit Street-Bombings und Autobahnbildern.
Früher haben mich Wände begeistert, heute sind es vor allem Trains und Metros.

Was hat dich gerade zum Train Writing gebracht und was treibt Dich an?
Im Jahre 2002 habe ich in Paris gelebt. Dort kam ich schnell in Kontakt mit der MPV Crew, die vor allem Pariser Metros und Züge der sogenannten Banlieues, also der Pariser Vorstadt, gemalt hat. Ich war noch nicht mal 20 Jahre alt und habe dort meine Liebe zum Train Writing entdeckt. Zurück in der Heimat und später auf Reisen hat sich diese Leidenschaft konstant fortgesetzt und hält bis heute an.

Welches ist dein Lieblingsmodell und weshalb?
Die alte Amsterdamer Metro (Blau/Silber), weil es ewig gebraucht hat, das Sicherheitssystem einmal zu durchschauen und die Kiste aufwendig zu malen.

Was gefällt dir gerade besonders am Reisen?
Der Abstand zu sich selbst - und natürlich weil man was Neues erlebt und anmalt!

Welche Urlaubsziele haben dir auf den einen oder anderen Trip am besten gefallen?
Meine Reise durch Russland, weil mein ganzes Weltbild komplett auf den Kopf gestellt wurde.

Wenn du zurückdenkst - was war dein bisheriges Lieblingserlebnis?
Neapel 2017 mit meinen Berliner Jungs – Ich hatte die Metro bereits im Jahre 2007 gemalt und wollte unbedingt wieder einmal hin. Gesagt, getan. 
Letztendlich haben wir mit 14 verschiedenen Malern aus aller Welt die Bude geentert und die Metro im Hangar bei 36 Grad angemalt. Das Gefühl des Erfolgs und anschließend mit den Jungs Bier zu trinken und Pasta zu essen wird mich noch lange zum Lächeln bringen!

Welches System war deine größte Herausforderung und warum?
St. Petersburg Metro war der pure Horror, weil die Kisten einfach in 80 Meter Tiefe standen und ich stundenlang durch einen Lüftungskanal klettern musste, lediglich gesichert an einem Feuerwehrschlauch. Es war stockdunkel und mein Kopflicht wurde immer schwächer und drohte auszugehen. Letztendlich hat mir mein iPhone- Licht den Arsch gerettet und ich konnte durch ein kleines Loch am Ende der Lüftung an die Metro gelangen.

Panel oder Wholecar?
Panels, WCs sind mir einfach zu teuer :D

Was macht deinen Style aus?
Knallige Farben, klare Buchstaben und nicht zu viele Extras.

Letzte Worte und Grüße gehen raus an...
Alle Leute, die mich begleitet haben – besten Dank!!!
 

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Wir distanzieren uns von jeglicher gesetzeswidriger Handlung. Das gezeigte Material wurde anonym zugeschickt und dient lediglich der Dokumentation. Weder unterstützen oder fördern wir Straftaten, noch wollen wir dazu aufrufen oder dazu anstiften.

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